Alu oder PVC beim Rollladen? Der ehrliche Materialvergleich
Die Kurzantwort: PVC, wenn der Preis entscheidet und die Fenster normal groß sind. Aluminium, wenn Stabilität, dunkle Farben, große Breiten oder Einbruchhemmung zählen. Und ein verbreiteter Irrtum vorweg: Leichter ist PVC nicht.
Der Aufbau der beiden Profile
PVC-Lamellen sind doppelwandige Kunststoff-Hohlkammerprofile – die eingeschlossene Luft dämmt. Aluminium-Lamellen sind rollgeformte Blechprofile, die mit Polyurethan-Schaum gefüllt werden („ausgeschäumt“) – das dämmt noch besser und macht das Profil verwindungssteif.
Der Vergleich in Zahlen
| PVC doppelwandig | Aluminium ausgeschäumt | |
|---|---|---|
| Preis (Panzer) | ab 34,90 €/m² | ab 49,90 €/m² |
| Gewicht | ca. 3,5–4,9 kg/m² | ca. 3,2–4,8 kg/m² |
| Stabilität & Hagel | ausreichend bis gut | sehr gut |
| Wärme-/Schallschutz | gut | sehr gut |
| Maximale Breite | bis ca. 2,50 m | bis ca. 3,70 m |
| Dunkle Farben | können sich verziehen | eingebrannt, farbstabil |
Die drei Entscheidungsfragen
- Wie groß ist das Fenster? Über etwa 1,80 m Breite führt am Aluminium kaum ein Weg vorbei – PVC-Profile werden auf großer Spannweite instabil.
- Welche Farbe soll es sein? Anthrazit oder Dunkelbraun auf der Südseite: nur Aluminium. Dunkles PVC heizt sich auf und kann sich dauerhaft verziehen.
- Spielt Einbruchhemmung eine Rolle? Ausgeschäumtes Aluminium ist deutlich schwerer aufzuhebeln als Kunststoff – für Erdgeschoss und Terrassentüren die klare Empfehlung.
Unsere Empfehlung aus der Praxis
Für kleine bis mittlere Fenster mit hellen Farben ist doppelwandiges PVC eine völlig solide, günstige Wahl – gerade beim Panzertausch im Bestand. Überall sonst rechnet sich der Aufpreis für Aluminium über Haltbarkeit, Dämmung und Farbstabilität. Im Konfigurator können Sie beide Varianten durchspielen – der Preisunterschied steht sofort daneben.